Chronik

                                                   

Chronologische Auflistung der Sektionsleiter

1970 - 1974 DECHANT, Hauptmann
1975 - 1982 Wolfgang Langecker, Oberst
1983 - 1983 PILCH, Oberst
1984 - 1996 Wolfgang LANGECKER, Oberst i. R.
1997 - ----- Alfred TAUBER, Vizeleutnant

 

 

 

 

Worin liegt die Bedeutung des Hl. Sebastian – wer war dieser Mann?

Die Geschichte des Hl. Sebastian lässt sich eher durch Überlieferungen und frommen Erzählungen denn durch historische Fakten dokumentieren. Jahreszahlen spielen in diesem Falle nur eine untergeordnete Rolle, wichtig für uns sind die charakterlichen Eigenschaften dieses Mannes, die ihn zum Schutzpatron der Schützen werden ließen.

Er wurde im heutigen Narbonne (damals Castra Narbonensis) Frankreich geboren. Er trat in den Militärdienst ein und lebte als römischer Offizier in Mailand (damals Mediolanum der späteren Hauptstadt des weströmischen Reiches) woher auch seine Mutter stammte.

Diesen Mann zeichneten neben seiner christlichen Gesinnung nicht nur seine soldatischen Fähigkeiten aus sondern auch seine Toleranz gegenüber Andersdenkenden. So trat er dann auch energisch gegen Machtmissbrauch, politischer Willkür und Verweigerung der Religionsfreiheit auf.

Es ließ nicht lange auf sich warten, dass er vor ein kaiserliches Gericht gestellt, und von diesem wegen seiner religiösen Gesinnung zum Tode verurteilt wurde. Der Legende nach wurde er von numidischen Bogenschützen des Kaisers Maximian (Mitregent Diokletians) auf freiem Felde an einem Baum gebunden von Pfeilen durchbohrt. Das sollte jedoch noch nicht seinen Tod bedeuten. Der tot geglaubte Schwerverwundete wurde von einer frommen römischen Witwe aufgenommen und gesundgepflegt.

Unermüdlich und unerschrocken machte er dem Imperator weiter Vorhaltungen, und so erfüllte sich ca. 288 n. Chr. sein Schicksal, als er durch die Schergen des Kaisers in der Arena auf dem Palatin einen grausamen Märtyrertod rleiden musste.

Sein Leichnam wurde an der Stelle der Via Appia bestattet, an der die heutige Kirche San Sebastiano steht.

Unerschrockenheit und Toleranz, Anerkennen von rechtmäßigen Autoritäten stellen Charaktereigenschaften dar, die uns Schützen in der heutigen Zeit durch den verantwortungsvollen Umgang mit Waffen auszeichnen sollen..

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Entstehung der Schießstätten in Stammersdorf

Im Jahre 1866 befand sich das Österreichische Armeeoberkommando im Magdalenenhof. Am Fuße des Bisamberges wurden 4 Schanzen gegen den Einfall der Preußen errichtet. Nördlich des Ortes Stammersdorf wurden Schießstätten angelegt, die in beiden Weltkriegen verbessert und erweitert wurden. ("Floridsdorf von A - Z" von R.Hinkel und K. Landsmann, ISBN 3-85447-724-4)

Schon im 13. Jhdt. wurden die Ausbildung und Übung der wehrhaften Bürger im Schützenwesen (anfänglich im Bogenschießen, nach Erfindung des Schießpulvers auch Feuerwaffen) von Städten und Herrschern gefördert. Auch in diesem Gebiet soll es so gewesen sein. Unter Kaiser Maximilian I. (1459-1519) wurde die Errichtung von
Schießstätten gesetzlich vorgeschrieben, und auch noch unter Kaiser Franz Josef I. sehr gefördert.

Definitiv nachweislich wurden die ersten Schießstätten in Verbindung mit Schanzarbeiten in der Gegend Floridsdorf Stammersdorf Bisamberg 1866, nach der verlorenen Schlacht gegen die preußische Armee bei Königgrätz, errichtet.

Durch die strategisch besonders günstige Lage wurde Stammerdorf desöfteren von Feldherren als Ausgangs- und Sammelpunkt für Unternehmungen gegen die Reichshauptstadt, oder als Aufmarschgebiet gegen einfallende Feinde auserwählt. So ist es nicht verwunderlich, dass diese Ortschaft in beiden Türkenkriegen (1529 und 1683)
niedergebrannt bzw. die Bevölkerung umgebracht oder verschleppt wurde.

Auch im 30jährigen Krieg (1618-1648) diente Stammersdorf dem schwedischen Feldherrn Leonhard Torstenson als Hauptquartier und dieser ließ es 1644 als Raub der Flammen und total verarmt zurück.

Die derzeitige Schießstätte in den Falkenbergen, am oberen Ende der Luckenholzgasse, wurde ungefähr Mitte der 1920er Jahre errichtet. Nach 1938 wurde die Schießanlage in Verbindung mit dem Bau der jetzigen Van Swietenkaserne (damals Artilleriekaserne jetzt Heeresspital) erweitert. Heute dient sie dem Österreichischen Bundesheer und war auch bis Anfang der 80er Jahre Heimat der Sektion Schiessen.

Durch Zukauf von Parzellen kam es zur Errichtung der jetzigen Landeshauptschießstätte Wien.